Projektwoche und Schulfest am Fridericianum


Drei Tage lang war ein Physikraum des Gymnasium Fridericianum - wenn schon nicht der Mittelpunkt des Universums, so auf jeden Fall der Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Hier nämlich hatte man sich eine knapp zwei Meter große Kugel zu denken, die unseren Heimatstern repräsentiert. Welchem Ball aber entspricht dann die Erde? Dem Golfball oder dem Tennisball? Und wo ist die Umlaufbahn? Noch in den Räumlichkeiten der Schule, auf dem Marienplatz oder auf dem Dreesch? - Mit solchen Fragen beschäftigte sich ein Astronomieprojekt, das während der Projektwoche zum Abschluss des Schuljahres am Fridericianum lief.

Andere Schüler ließen sich von den Argumenten eines antiken griechischen Redners beeindrucken, dessen Mandant sich vom Mord an seinem Nebenbuhler freizusprechen versuchte. Sie tauchten tief ein in die Welt der alten Griechen und hatten ihre Freude an der Sprache. Wieder andere Schüler vertieften ihre praktischen und theoretischen Kenntnisse im Handballspiel. Projektleiter? Ein Oberstufenschüler! In sehr vielfältigen Projekten arbeiteten Schüler und Lehrer an Themen, die teilweise deutlich über den Schulalltag hinausgehen.
Die Projekttage hatten ihren Abschluss und Höhepunkt am vergangenen Donnerstag, an dem auf dem Schulhof unter den Schatten spendenden Bäumen alle Projekte präsentierten, was sie in den Tagen erarbeitet hatten. Ein fröhliches Treiben herrschte bei bestem Wetter und bester Laune auf dem Hof, alle Schüler versuchten bei Quizfragen oder Dosenwerfen möglichst viele Punkte zusammenzutragen. Der Tagessieger freute sich bereits einen Tag vor den Ferien über seinen Preis.

Bei dem Schulfest wurde auch die Statue eines tanzenden Fauns enthüllt, die die Abiturienten ihrer Schule in diesem Jahr als zukünftige Identifikationsfigur vermacht haben. Dieser römische Gott des ‚Draußen', der nun anmutig im Atrium der Schule tanzt, verkörpert Lebenslust und Freude. Gibt es ein schöneres Sinnbild für den Beginn der ersehnten Ferien?


Teamwork ist alles

 „Was muss passieren, damit ein Team total versagt? Was hält ein Team zusammen?"

Um darauf Antworten zu finden, mussten wir, die Schüler der 7c des Gymnasiums Fridericianum, unsere Köpfe ganz schön qualmen lassen. Doch damit nicht genug.

Da das „Fritz" von Montag bis Donnerstag eine Projektwoche veranstaltete, hatten wir uns das Thema TEAM-Training vorgenommen, das wir zusammen mit Herrn Pudschun von der Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern bearbeiteten. Durch ziemlich knifflige Aufgaben haben wir unseren Klassenzusammenhalt sehr gestärkt.

Zum Beispiel formten wir uns zum Gordischen Knoten, indem wir blind aufeinander zugingen und uns Hände zum Festhalten suchten. Jetzt mussten wir uns „nur" noch entknoten, was sich als unlösbare Aufgabe herausstellte, worauf ein „Alexander der Große" uns mit einem Arm zerteilte. Aber es wurde noch aufregender: In einer visuellen Höhle gefangen, mussten wir uns als Team gegenseitig heraushelfen. Das mag einfach klingen, doch nahe der Höhle wohnte anscheinend eine Verwandte von Kankra (riesige Spinne aus „Herr der Ringe"), welche den Eingang zugesponnen hatte. Nun war es unsere Aufgabe, alle hinaus zu befördern, ohne das Netz zu berühren. Glücklicherweise schlief die Spinne, sodass wir trotz Berührung des Netzes nicht gefressen wurden. Einige Maschen konnten nach mehrmaliger Benutzung nicht mehr gebraucht werden, weil sie verhängt wurden.

Am Ende musste keiner als Futter zurückbleiben. Doch auch an Ideenreichtum mangelte es uns nicht. In der Turmhalle erfanden wir in Vierergruppen kreative, anspruchsvolle, aber sichere Spaßstationen. Zum Abschluss am Dienstag kämpften wir uns zu zweit, schneeblind und nur durch einen Faden am Handgelenk verbunden, mühsam über Mattenberge, krochen Bänke hoch oder übersprangen sie und umrundeten allerlei andere Hindernisse. Unsere einzige Hoffnung war ein Seil, nicht gespannt oder zum Festhalten, nur als Führungslinie, und die Betreuer, die aufpassten, dass wir überlebten und gesund blieben. Den Mittwoch waren wir mit Brückenbauen beschäftigt, was sehr interessant und aufschlussreich war.

An dieser Stelle möchte ich Herrn Pudschun im Namen meiner Klasse 7c, ein herzliches Dankeschön aussprechen, das er sehr verdient hat. Er hat uns in diesen Tagen vieles deutlich gemacht, hat uns zu guten Ideen angeregt und unseren Teamgeist gestärkt. Ich glaube, dass ich auch für meine Klassenkameraden spreche, wenn ich sage: Es waren tolle Tage mit Ihnen, Herr Pudschun, es hat uns sehr viel Spaß bereitet, mit Ihnen zusammenzuarbeiten und wir würden uns über ähnliche Tage immer wieder freuen.

(Justus Berthold)

 

 


Handballprojekt

Am 13.07.2009 eröffnete Philipp Fiehn das Handball-Projekt für die Schüler der 5.-8. Klassen.
Täglich erfuhren sie etwas Neues über die Techniken des Handballs und die Schiedsrichterregeln, um gut auf den abschließenden Theorietest vorbereitet zu sein.

In den folgenden Trainingseinheiten wurden Ziel- und Passwerfen geübt. Besonderen Spaß bereiteten "Zombie", "Ehrlichkeitsball", das 37:29 ausging, und "Rübenziehen", bei dem Vitaliy Komir und Clemens Ritter bis zum Schluss durchhielten. Beim Mattenrutschen zeigte sich der wahre Teamgeist.

Ein Höhepunkt war der Besuch der Spielerinnen Anne Wahl und Julia Weng vom SV Grün-Weiß Schwerin. Sie führten die Schüler in die Kunst des Werfens und Dribbelns ein. Auf die Frage nach ihrem Lieblingswurf antworteten beide sofort: "Sprungwurf!" Ihre Erfolge -2. Platz im Länderpokal und im Final-Four- zeigen, was man als Handballer erreichen kann.
Ein weiterer Stargast -der Trainer von Post Schwerin- übte mit dem Nachwuchs. Insbesondere zeichneten sich Matthis Mehlhorn und Josephine Saß durch ihre spielerischen Fähigkeiten aus.

Alle Teilnehmer danken der Sparkasse für die gesponserten Trikots, Preise, Getränke und das leckere Eis.

Gespannt wird das Turnier erwartet. Wer wird siegen? Auf jeden Fall die Freude am Spiel.